Publikationen

Die Bauernhäuser der Kantone Obwalden und Nidwalden. Wohnbauten

Edwin Huwyler
Bauernhäuser

Der Autor hat es verstanden, die qualitativ hochstehenden Abbildungen und die wissenschaftlich fundierten Aussagen zu einem ansprechenden, gut verständlichen Gesamtwerk zu vereinen.

Die Bauernhäuser der Schweiz, Band 20 - Edwin Huwyler: Die Bauernhäuser der Kantone Obwalden und Nidwalden. Wohnbauten

1992 | 592 S., 950 Abb., Karten u. Grafiken

CHF 128.-, € 71.95 | Vergriffen

Der Bestand an ländlichen Bauten ist in den Kantonen Obwalden und Nidwalden - im Vergleich zu den übrigen Gebieten der Zentralschweiz - ausserordentlich reich. Der vorliegende Band vermittelt einen Einblick in die regionale bäuerliche Architektur und in die traditionellen Lebens- und Wirtschaftsformen. Neben dem für Forschung und Denkmalpflege wichtigen analytischen Teil des Buches, der sich mit seinen detaillierten Schilderungen von Konstruktion und Gestaltung von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden allerdings nicht nur an Fachleute richtet, kommen Wohnkultur und häuslicher Alltag sehr ausführlich zur Sprache. Damit erhält dieser Band seine besonderen Akzente, sind doch die gebotenen Dokumente, beispielsweise zum Thema Buffet oder Kachelofen, sehr vielfältig und aussagekräftig. Insbesondere die perspektivischen Darstellungen vermitteln ein ausserordentlich anschauliches Bild räumlicher Strukturen eines Wohnhauses. Nach einer Einführung in Landschaft und Siedlung der beiden Kantone bildet das Thema Hausbau einen ersten Schwerpunkt, wobei eingehende Archivstudien es erlauben, ein sehr facettenreiches Bild des ländlichen Hausbaus zu zeichnen. Dank einem gezielten Einsatz der Dendrochronologie wurden auch älteste Hausschichten erfasst. Damit wird es möglich, die Entwicklungsgeschichte der Hauslandschaft Ob- und Nidwaldens vom frühen 14. bis ins 20. Jahrhundert darzustellen. In Bezug auf Konstruktion, Gestaltung und Raumaufteilung sind die Bauernhäuser sowohl in Ob- als auch in Nidwalden geprägt von einem langen Beharren auf überlieferten Techniken und Formen. Erst im Verlaufe des 19. Jahrhunderts zeichnen sich - in bescheidenem Masse regionale Typenunterschiede ab.
Der analytische Teil des Buches erhält seine Abrundung in Einzeldarstellungen, wo charakteristische Bauten bestimmter Epochen ausführlich beschrieben werden.
Der Autor hat es verstanden, die qualitativ hochstehenden Abbildungen und die wissenschaftlich fundierten Aussagen zu einem ansprechenden, gut verständlichen Gesamtwerk zu vereinen.