Schriften SGV

Band 80

Rose-Claire Schüle: Les vouivres dans le ciel de Nendaz. Ethnographie du ciel et des astres, du temps, de la terre, des plantes et des animaux réels et fabuleux à Nendaz (VS)
Baden: Hier + Jetzt 2012. 752 S., Ill. (Mémoires de la Société suisse des traditions populaires, 80)

CHF 48.-, € 38.- | ISBN 978-3-03919-242-7

Ce volume ethnographique est le complément au volume I de l’Inventaire lexicologique du patois de Nendaz de Rose-Claire Schüle. Un grand nombre de récits, de contes et de légendes, collectés à Nendaz pendant plus de soixante-cinq ans et placés dans leur contexte ethnographique, complètent le texte descriptif. Les phrases et mots patois sont écrits de manière à pouvoir être lus par tout un chacun. Ce livre est destiné à restituer aux Nendards et Nendettes une partie de leur riche patrimoine immatériel.

Band 79

Pierre Amsler: Vita di un paese nel Gambarogno / Leben in einem Dorf. Introduzione di Renato Martinoni.
2010 | 448 S., Ill.

CHF 49.-, € 32.60 | ISBN 978-3-908122-87-6

Im zweiten Band seiner Geschichte/Heimatkunde von Caviano - im Tessin, am linken Ufer des Langensees nahe der italienischen Grenze gelegen, nach der Gemeindefusion von 2007/09 in der neuen Grossgemeinde Gambarogno aufgegangen - präsentiert der Autor – Arzt, z.T. aufgewachsen in Caviano - in vier Kapiteln auf Grund von Akten und Interviews Ausschnitte aus dem Dorfleben (das Gambaragno in der Sicht von Reisenden und Schriftstellern, Militärwesen, Eisenbahn, Alpwesen und das Verhältnis zur lombardischen Nachbarschaft); die Kirchgemeinde (die Pfarrherren, Volksfrömmigkeit); Gesundheitswesen im frühen 19. Jahrhundert); Soziale Aspekte (Emigration, Findelkinder, Gesetzlose).
Der Text ist in deutscher, die Quellentexte sind in italienischer Sprache. Im Anhang sind 6 Dokumente/Verträge transkribiert (S. 409-440).

Band 78

Pierre Amsler: Caviano nel Gambarogno. Vita di un paese / Leben in einem Dorf. Introduzione di Ottavio Lurati.
2007 | 422 S., Ill.

CHF 45.-, € 29.60 | ISBN 978-3-908122-40-1

In seiner Geschichte/Heimatkunde von Caviano - im Tessin, am linken Ufer des Langensees an der Grenze zu Italien gelegen - präsentiert der Autor- Arzt, z.T. aufgewachsen in Caviano - in vier Kapiteln auf Grund von Akten und Interviews Ausschnitte aus dem Dorfleben (Vom Wert des Bodens, Reichtum der Wälder, Strohdächer, Dorfbrände, Naturkatastrophen, Dorfschule und ihre Lehrer); die Geschichte der Dorfkirche, des Friedhofs und der Totenbräuche; Aspekte des Gesundheitswesens (Hygiene, Cholera morbus) und soziale Aspekte (Arzt und Politiker, die Familie Branca-Masa, das Leben einer erfolglosen Emigrantin). 
Der Text ist in deutscher, die Quellentexte sind in italienischer Sprache. Im Anhang sind 12 Dokumente, Verträge, Arbeitsanleitungen transkribiert (S. 377-412).

Band 77

Alois Senti: Sagen aus dem Sarganserland.
Band 2 1998 | 347 S., Ill.

CHF 45.-, € 25.30 | ISBN 978-3-908122-69-2

Die vorliegende Sagensammlung ergänzt die 1974 in unserem Verlag erschienenen «Sagen aus dem Sarganserland». Sie enthält damals nicht als Sagen erkannte Aufzeichnungen und seither in heimat- und volkskundlichen Schriften vorgefundene Erzählungen. Den wichtigsten und umfangreichsten Teil der neuen Sammlung erbrachte eine in den Jahren 1995/97 in allen Gemeinden des Sarganserlandes vorgenommene Nachbefragung.

Die solchermassen zusammengetragenen Erzählstoffe runden das im Sarganserland überlieferte Erzählgut ab und vermitteln ein umfassendes Inventar der bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts lebendig gebliebenen mündlichen Überlieferung. In ihrer Vielfalt dokumentieren die wort- und lautgetreu wiedergegebenen Geschichten und die als Varianten und Anmerkungen angeführten Texte das einzigartige Vermächtnis einer geschlossenen Erzähllandschaft.
Inhaltlich folgen den im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bevorzugten Themen und Motiven die persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse der noch lebenden Gewährsleute sowie die in den letzten Jahren zahlreich gewordenen Scheinsagen. Aus der innerhalb von dreissig Jahren völlig veränderten Erzählsituation zieht der Verfasser den Schluss, dass die mündliche Weitergabe der traditionellen Sage wohl auch im Sarganserland ihrem Ende entgegengeht.
Ein ausführliches, beide Bände umfassendes Sach-, Personen- und Ortsregister ermöglicht es dem Leser, die den Gemeinden zugeordneten Texte nach Motiven zusammenzufassen. (Vgl. den ersten Teil in den Schriften SGV, Bd. 56).

Band 75

Peter Kern: Heiliggräber im Bistum St. Gallen. Eine Dokumentation.
1993 | 150 S., 4 farbige, 35 s/w Abb.

CHF 41.-, € 23.05 | ISBN 978-3-908122-50-0

Das Heiliggrab bildete vor der Liturgiereform der 50er Jahre einen wesentlichen Bestandteil des rituellen Ablaufs der Karwoche. Es datiert bis ins Mittelalter zurück.
In dieser Publikation werden in einem historischen Aufriss die verschiedenen Formen des Heiliggrabes dargestellt, wobei der Höhepunkt der Heiliggrab-Gestaltung in den barocken Expositionsgräbern lag, von denen einige auch in der Ostschweiz erhalten geblieben sind.
Im zweiten Teil werden die Entwicklung und Verbreitung des Heiliggrab-Brauchtums im Gebiet des Bistums St. Gallen ausführlich gewürdigt. Ein Inventar aller erhaltenen Heiliggräber beschliesst das Werk.
Der Autor legt besonderen Wert darauf, das Heiliggrab in den weiteren Rahmen der Volksfrömmigkeit und des paraliturgischen Brauchtums von Karwoche und Osterzeit einzuordnen.

Band 74

Sylvie Bolle-Zemp: Le réenchantement de la montagne. Aspects du folklore musical en Haute-Gruyère.
1992 | Bâle: SSTP; Genève: Georg | 203 p., ill.

CHF 46.-, € 26.40 | ISBN 978-3-908122-34-0

Cette étude tente de situer la musique, comme pratique et représentation, dans le contexte religieux, politique, technologique, socio-économique, idéologique et esthétique. Quel est le rôle et la place de ces activités musicales qui, prises dans la trame de la vie quotidienne d'aujourd'hui, portent les marques de l'histoire européenne, notamment de son régulier intérêt pour les traditions populaires? Sylvie Bolle-Zemp montre comment l'aspiration au naturel, au particulier, à l'ancien, va s'employer à modeler les activités musicales où se fabrique une identité plus reconstruite que réelle, mais qui convient à la vie socio-économique locale ainsi qu'aux nouvelles sensibilités.

Band 72

Gilbert Lovis: Contes fantastiques du Jura, recueillis par Jules Surdez (1878-1964).
1987 | 232 p., avec facsimilés et cassette

CHF 59.-, € 33.15 | ISBN 978-3-908121-36-7

Consacré au Jura, ce volume est non seulement une contribution à l'étude de la culture traditionnelle mais, sans nul doute, un agréable moyen de découvrir les richesses du patois. Un ouvrage exceptionnel! Le patoisant et l'amateur de culture autochtone désirant faire une rencontre privilégiée avec la tradition trouveront leur bonheur avec ce témoignage. Cette publication comprend des documents écrits et des documents sonores soit: le facsimilé du manuscrit patois de Jules Surdez, la traduction des dix contes fantastiques et une cassette contenant les récits en version originale patoise. Présentés et publiés par Gilbert Lovis, ces récits traditionnels ont fait l'objet d'un enregistrement réalisé par la Radio suisse romande - Espace II, document sonore du plus grand intérêt grâce à la collaboration d'un patoisant bien connu des Jurassiens: Djosèt Barotchèt. Tout en lisant le texte original, vous pourrez entendre ces «fôles» de la meilleure tradition! Complétant ces documents: des repères historiques, des informations sur les recherches effectuées par le fokloriste jurassien, des repères bio-bibliographiques sur Jules Surdez et même un enregistrement de Jules Surdez tiré des archives de la Radio romande, «Le raitie», un récit traditionnel recueilli et dit par ce folkloriste, grâce à un enregistrement réalisé le 26 janvier 1953.

Band 71

Eduard Strübin: Schwänke und Witze aus Jeremias Gotthelfs Geschichten «Drucke».
1986 | 229 S.

CHF 33.-, € 18.55 | ISBN 978-3-908121-35-0

Eduard Strübin, der grosse Gotthelf-Kenner, hat das Gesamtwerk dieses Berner Volksschriftstellers auf der Suche nach eingeschobenen Spässen, im Vorbeigehen erzählten Schwänken und Sprachspielereien durchkämmt und ist 382mal fündig geworden. Der Band bringt eine chronologische Sammlung dieser Stellen, teils im Wortlaut, teils von Strübin dem Sinne nach zusammengefasst. Die kleinen Textabschnitte laden zu einem vergnüglichen Blättern und Schmökern ein, sind aber dank sorgfältigen Anmerkungen (Quellenverweise, Übersetzungen der Mundartausdrücke) auch zu Studienzwecken zu verwenden.
Nicht immer haben die Sentenzen und kurzen Histörchen lehrhaften Charakter, oft macht sich auch Gotthelfs unbändige Lust an Spass und Spiel bemerkbar; denken wir an die Stelle, wo er Noah nach der Landung der Arche den übriggebliebenen Wein versteigern lässt.
In einem abschliessenden Kommentar charakterisiert Strübin die vielseitigen formalen Mittel (wie Satire, Witz, Übertreibung usw.), die Gotthelf wirkungsvoll einzusetzen wusste.

Band 70

Max Waibel: Die volkskundliche Überlieferung in der Walserkolonie Macugnaga (Provinz Novara).
1985 | 278 S., 18 Abb., 2 Karten.

CHF 58.-, € 32.60 | ISBN 978-3-908121-34-3

Heute ist das am Ostfuss des Monte-Rosa-Massivs gelegene Macugnaga ein beliebter Ferien- und Ausflugsort, dem Hotels, Restaurants, Cafés, Ladengeschäfte und Ferienhäuser das Gepräge geben. Aber noch erinnern die teils hinter Neubauten versteckten, sonnenverbrannten Wohnhäuser und Stallscheunen aus Lärchenholz an die bäuerliche Vergangenheit der weiträumigen Walsersiedlung.
In engem Kontakt mit der Bevölkerung von Macugnaga erforschte der Autor zehn Jahre lang das einstige Berglerleben, das im vorliegenden Buch für ein letztes Mal greifbar wird. Den Auftakt macht ein historischer Abriss, in welchem der Zeitraum von der Besiedlung des Anzasca-Hochtals durch alemannische Bauern aus dem Wallis im 13. Jahrhundert bis zur Schwelle des 20. Jahrhunderts ausgeleuchtet wird. Diesem folgen Notizen zum Leben und Brauchtum in der bäuerlichen Gemeinschaft. In einem weiteren Kapitel kommt die hergebrachte Mundart zur Sprache, die nur mehr von wenigen Einheimischen gesprochen wird.
Kernstück der Arbeit bildet die Sammlung der mündlichen Überlieferung. Der Spannbogen reicht von der Sage über den Schwank und den Witz hinüber zu Sprichwörtern, Redensarten, Spottversen, Gebeten und Liedern. Die meist aus dem Munde betagter Erzähler und Erzählerinnen stammenden Texte, die der Autor auf Tonband nahm, sind in laut- und wortgetreuer Abschrift wiedergegeben. Aber der Leser wird mit der durch das Italienische stark beeinflussten Walsermundart nicht alleine gelassen. Die den Originaltexten beigestellten Übertragungen ins Hochdeutsche und ein ausführliches Wörterverzeichnis bilden willkommene Lesehilfen und ebnen den Weg hin zum deutschen Ortsdialekt.
Die wohl fundierten Forschungsergebnisse des Autors leisten einen wesentlichen Beitrag zur Walserforschung und zur Volkskunde.

Band 69

Emily Gerstner-Hirzel: Reime, Gebete, Lieder und Spiele aus Bosco Gurin.
1986 | 207 S., zahlreiche Melodieaufzeichnungen, 4 Abb.

CHF 43.-, € 24.15 | ISBN 978-3-908121-33-6

Die Sammlung stellt das Guriner Repertoire an Liedern und dem Lied nahestehender Gattungen in einer überwiegend retrospektiven Auswahl dar. Die Schwerpunkte liegen beim Kinder- und Volksreim, wo sich neben Akquisitionen aus neuerer Zeit wohl am meisten lang gehegtes Erbgut erhalten hat, und, im Bereich des mehrstrophigen Liedes, bei den ehemals modischen und inzwischen aus der Mode gekommenen Lieblingsstücken der älteren Generation. Dass auch in dieser abgelegenen Singgemeinschaft die Mode eine wichtige Rolle spielt, die Lust am Erneuern dem Hang zum Bewahren kräftig entgegenwirkt, gehört zu den Erkenntnissen, die die Arbeit vermitteln möchte, wenngleich sie das Patinierte hervorhebt.

Band 68

Ottavio Lurati/lsidoro Pinana: Le parole di una valle. Dialetto, gergo e toponimia della Val Verzasca.
1983 | 430 p., 30 fig.

CHF 46.-, € 25.85 | ISBN 978-3-908121-32-9

Il volume è il risultato di una lunga e intensa ricerca. La parte essenziale dell'opera è costituita dal ricco glossario. Esso si fonda sulla parlata legata alla vita quotidiana ed offre un ampio quadro delle condizioni esistenziali della Valle Verzasca. Vi si rispecchiano il modo di pensare degli abitanti, la loro visione della vita, la loro religiosità e le loro superstizioni, il loro rapporto con i vecchi e con la gioventù, la posizione di sottomissione della donna. Un capitolo interessante è dedicato alla lingua segreta degli spazzacamini che esercitavano la loro professione nell'Italia settentrionale e in Sicilia, dal 1600 al 1918, inverno dopo inverno.
Gli autori ci offrono non una cronaca arida, ma una storia viva e genuina di una comunità.

Der vorliegende Band ist das Resultat langjähriger intensiver Forschung. Einen wesentlichen Teil des Werkes macht das reiche Glossar aus. Es basiert auf der Umgangssprache des täglichen Lebens und gibt ein umfassendes Bild der Daseinsbedingungen im Verzascatal. Das Denken und die Lebensanschauung seiner Bewohner, ihre Religiosität, der Aberglaube, ihr Verhältnis zu den Alten und zur Jugend, die untergeordnete Stellung der Frau spiegeln sich darin wider. Ein interessantes Kapitel ist auch der Geheimsprache der Kaminfeger gewidmet, die zwischen 1600 und 1918 Winter für Winter in Oberitalien und in Sizilien arbeiteten. So bieten die Autoren nicht einfach eine trockene Chronik, sondern die lebendige, unverfälschte Geschichte einer menschlichen Gemeinschaft.

Band 67

Walter Heim: Volksbrauch im Kirchenjahr heute.
1983 | 211 S., 32 Abb.

CHF 37.-, € 20.80 | ISBN 978-3-908121-31-2

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg (1947) hat P. Dr. Notker Curti seine umfassende Darstellung von «Volksbrauch und Volksfrömmigkeit im katholischen Kirchenjahr»veröffentlicht. Seither haben sich, parallel zu den Entwicklungen des gesamten gesellschaftlichen Lebens, auch im religiösen Brauchtum einschneidende Veränderungen ergeben.

Das vorliegende Buch setzt sich daher zum Ziel, den heutigen Bestand an Kirchenjahrs-Brauchtum zu erfassen, mit dem von Curti gezeichneten Bild zu vergleichen und die Entwicklung und deren Ursachen zu analysieren. Der Verfasser stützt sich dabei einerseits auf seine langjährigen Beobachtungen im Verlaufe seiner seelsorgerischen Tätigkeit, anderseits auf fruchtbare eigene volkskundliche Forschung sowie auf die leider eher spärliche Literatur, wobei er auch Berichte in der Presse mit der notwendigen Kritik verwertet. Curtis Ausführungen liessen sich so in manchen Punkten inhaltlich und bibliografisch ergänzen. Ausserdem werden die seither erfolgten Liturgiereformen und ihre Auswirkungen auf das Brauchtum skizziert.
Mit diesem Buch setzt somit der Autor einen neuen Markstein in der schweizerischen Brauchtumsgeschichte und gibt als erfahrener Seelsorger und Volkskundler auch praktische Anregungen zur Brauchtumspflege, so dass das Werk nicht allein dem Wissenschaftler, sondern auch Geistlichen, Lehrern, Katecheten usw. wertvolle Dienste leisten kann.

Band 65

David Meili: Hexen in Wasterkingen. Magie und Lebensform in einem Dorf des frühen 18. Jahrhunderts.
1980 | 113 S., 10 Abb.

CHF 29.-, € 16.30 | ISBN 978-3-908121-29-9

Am 14. April 1701 treten die Bauern des etwa 30 Kilometer von Zürich entfernt liegenden Dorfes Wasterkingen vor den Landvogt und bezichtigen elf ihrer Miteinwohnerinnen und Miteinwohner der Hexerei. Sieben Frauen und ein Mann werden nach Zürich überführt und im Laufe von Monaten nach ausgedehnten Inquisitionsprozessen hingerichtet. Die Protokolle und Akten dieser Verfahren sind erhalten geblieben und gewähren einen authentischen und irritierenden Einblick in die Lebensweise, die gesellschaftlichen Zustände und in die geistige Welt der Dorfleute im beginnenden 18. Jahrhundert. Über eine reichhaltige und faszinierende Materialsammlung hinaus vermittelt Meili neue Ansätze zum Verständnis ländlicher Magie, Religion und Verhaltensweisen.

Band 64

Klaus Anderegg: Durch der Heiligen Gnad und Hilfe. Wallfahrt im Goms.
1979 | 348 S., 353 Abb.

CHF 41.-, € 23.05 | ISBN 978-3-908121-28-2

Dieses Buch berichtet von den heiligen Gängen der frommen Leute des oberen Rottentales zu Gebetsstätten und Gnadenorten - meist zu solchen in der Nähe, manchmal aber auch nach Einsiedeln, Jerusalem oder Santiago de Compostela. Dass oft notvolle Anliegen der Grund für diese Wallfahrten waren, davon zeugen die Weihegaben und Votivbilder, denen der Verfasser in den Bezirken Goms und Östlich-Raron nachgegangen ist und die er in seinem Werk sorgfältig wiedergibt. Es handelt sich um Bitt- und Dankeszeichen, von denen für diejenigen Menschen von heute, die naive Malerei lieben, eine starke Faszination ausgeht. Neben dem Religionsgeschichtler und dem Freund der Volkskunst interessieren die Votivbilder auch den Kulturgeschichtler wegen der darauf vorkommenden Darstellungen von Möbeln, Trachten, Waffen und Fahrzeugen. Das Werk beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Wiedergabe und Beschreibung der Bilder, sondern schildert das einstige Wallfahrts- und Prozessionswesen in seiner Mannigfaltigkeit sowie jede der einzelnen Wallfahrtskapellen mit Bezug auf ihre Gründung, ihren Bau, ihre Geschichte und ihre besondere Bedeutung im Rahmen der Volksfrömmigkeit.

Band 63

Emily Gerstner-Hirzel: Aus der Volksüberlieferung von Bosco Gurin.
1979 | 256 S., 47 Abb.

CHF 49.-, € 27.50 | ISBN 978-3-908121-27-5

Frau Gerstner-Hirzel hat in jahrelanger Arbeit das mündliche Erzählgut in der einzigen deutschsprachigen Gemeinde des Kantons Tessin, in der hochgelegenen Walsersiedlung Bosco Gurin, gesammelt. 1970 erschienen als Sonderdruck in unserem Verlag ihre «Volkserzählungen aus Bosco Gurin» als verlockende Kostprobe. In diesem Buche legt sie nun sämtliche aufgezeichneten Prosatexte vor. Freunde einer altertümlichen Mundart werden sich freuen, die Originalaufzeichnungen lesen zu können und im Anhang erst noch einen Abriss der Grammatik zu finden; für Leser, die den schwierigen Dialekt nicht mühelos verstehen, ist jedem Text eine Übersetzung in die Schriftsprache beigegeben. Zwei Register erschliessen den Band: ein konventionelles nach dem Alphabet und ein «analytisches», mit dem die Verfasserin einen Vorschlag zum ungelösten Problem eines Sagenkatalogs vorlegen möchte.

Band 60

Leo Zehnder: Volkskundliches in der älteren schweizerischen Chronistik.
1977 | 752 S.

CHF 62.-, € 34.85 | ISBN 978-3-908121-24-4

Dieses nicht nur für die Schweiz neuartige Quellenwerk enthält Zeugnisse aus allen Bereichen des volkstümlichen Lebens. Sie stammen aus eigentlichen Chroniken, Reisebeschreibungen, Lebenserinnerungen, Tagebüchern und Briefen. Der Autor begrenzt seine Arbeit grundsätzlich auf Quellen des 14. bis 16. Jahrhunderts; wo es nötig war, wurden auch Belege aus der Zeit nach 1600 aufgenommen. Die Sammlung der bisher in unzähligen Einzelpublikationen zerstreuten Belege ermöglicht es, sich ein Gesamtbild über die Volkskultur der drei behandelten Jahrhunderte zu machen.

Band 57

Christine Burckhardt-Seebass: Konfirmation in Stadt und Landschaft.
1975 | 234 S., 26 Abb.

CHF 33.-, € 18.55 | ISBN 978-3-908121-23-7

In dieser sorgfältigen und reich dokumentierten - ebenso kirchengeschichtlich wie volkskundlich wertvollen - Dissertation erlebt man die ganze Entwicklung der Konfirmation von der Reformation bis zur Gegenwart mit und lernt damit ihre vielfältige Problematik kennen und verstehen. Interessant der Weg von der Katechismusprüfung für die Zulassung zum Abendmahl über die Konfirmation mit Prüfung, Erneuerung des Taufgelübdes und Einsegnung bis zur «Initiationsfeier» als Übergang zum Erwachsensein.

Band 55

Hannes Kopp: Erziehung im Wandel. Kindererziehung in den Jahren um 1890 und 1970 im Spiegel je einer deutschschweizerischen Familienzeitschrift. Aussagenanalyse und Interpretation.
1974 | 344 S.

CHF 29.-, € 16.30 | ISBN 978-3-908121-21-3

Wie soll man ein Kleinkind erziehen? Eine Frage, die junge Eltern nicht einfach aus dem Handgelenk beantworten können. Die Studie unternimmt es, die Frage unter dem volkskundlichen und sozialpsychologischen Gesichtspunkt darzustellen; genau genommen anhand von zwei vergleichbaren Frauen- und Familienzeitschriften (Schweiz. Familienwochenblatt 1881-1896 und Annabelle 1967-1971). Es werden überprüft: Säuglingsalter und Altersgruppe, Erziehung zur Reinlichkeit, Kontakt zur Altersgruppe und Rollenerwartung.

Band 54

Paul Hugger: Hirtenleben und Hirtenkultur im Waadtländer Jura.
1972 | 274 S., 169 Abb.

CHF 45.-, € 25.30 | ISBN 978-3-908121-20-6

Hugger geht einer auch den Geografen interessierenden Erscheinung nach, dass sich nämlich auch ausserhalb des Alpenraums im Schweizer Jura eine selbständige Alpwirtschaft erhalten konnte. Das vorgelegte Material ist das Ergebnis sorgfältigster Feldforschung. Auf diese Weise erhält der Text einen hohen Grad von Unmittelbarkeit, die durch die hervorragenden Aufnahmen des dänischen Fotografen Erling Mandelmann noch verstärkt wird.

Band 53

Birgit Hahn-Woernle: Christophorus in der Schweiz. Seine Verehrung in bildlichen und kultischen Zeugnissen.
1972 | 204 S., mit 16 Tafeln und 2 Faltkarten

Vergriffen

Diese Dissertation, die sich als Beitrag zur Kulturmorphologie des Mittelalters versteht, bringt auf den ersten 62 Seiten eine knappe Darstellung der Christophorus-Verehrung im allgemeinen und in der Schweiz im besonderen, und auf den Seiten 89-204 einen Katalog der Christophorus-Zeugnisse in der Schweiz und im angrenzenden Ausland.

Band 52

Gotthilf Isler: Die Sennenpuppe. Eine Untersuchung über die religiöse Funktion einiger Alpensagen.
1971. 2. Auflage 1992 | 285 S.

CHF 39.-, € 20.45 | ISBN 978-3-908122-47-0

Isler legt mit seiner Dissertation eine Sagenmonografie unter tiefenpsychologischen Aspekt vor. Das Buch darf durch seine umsichtige Analyse mit im allgemeinen sehr klaren und bedachten Formulierungen als eine paradigmatische Untersuchung gelten. Sie bietet, auf der Grundlage der tiefenpsychologischen Erkenntnisse C. G. Jungs, eine Sagendeutung, die geeignet ist, an ihren Aussagen den mit vielen Vorurteilen überschütteten Forschungsaspekt und die dazugehörige Forschungsmethode nochmals zu überprüfen.

Band 50

Anne-Marie Dubler: Armen- und Bettlerwesen in der Gemeinen Herrschaft «Freie Ämter».
1970 | 110 S., 7 Abb.

CHF 25.-, € 14.- | ISBN 978-3-908121-17-8

Diese Untersuchung gibt einen ausgezeichneten Überblick über das Armen- und Bettlerwesen in einem ländlichen, durch wenig intensive Herrschaft gekennzeichneten Gebiet im heutigen Kanton Aargau, während die bisher vorliegenden Arbeiten über das Armenwesen in der Eidgenossenschaft nur über viel straffer verwaltete Stadtkantone berichteten.

Band 47

Riccardo Tognina: Lingua e cultura della Valle di Poschiavo.
1967. 2a edizione 1981 | XIV, 407 p., 124 fig. e 57 tavole

CHF 62.-, € 34.85 | ISBN 978-3-908121-15-2 (Esemplari residui / Restexemplare)

Con ampia cognizione di causa, particolarmente nel campo degli usi e costumi contadini, con un corredo illustrativo sulla lotta della popolazione contro le forze della nature, Riccardo Tognina documenta la difficile vita rurale della parte più meridionale dei Grigioni. Il Poschiavino, confinante con la Valtellina, rappresenta tutt'oggi, con i suoi attrezzi arcaici, un museo vivente della civiltà contadina. Dallo studio risulta che il dialetto varia da frazione a frazione. Il testo, alleggerito da vignette, è corredato da un vocabolario.
La traduzione in tedesco potrebbe contribuire a far meglio comprendere le rivendicazioni del Poschiavino.

Mit hervorragenden Sachkenntnissen geschrieben, besonders über alte ländliche Sitten und Bräuche, und mit einem Bildteil, der den Kampf der bäuerlichen Bevölkerung gegen die Naturgewalten zeigt, dokumentiert Tognina das erschwerte rurale Leben im südlichsten Tal Graubündens. Das Puschlav, an das Veltlin angrenzend, ist in Bezug auf die Landwirtschaft heute noch ein lebendiges Museum, angefüllt mit Werkzeugen und anderen Gebrauchsgegenständen archaischer Art. Was die Sprache, die Dialekte betrifft, weichen diese von Fraktion zu Fraktion untereinander ab. Ein eigenes Vokabular ist dem mit Vignetten aufgelockerten Textteil beigegeben. Das Buch, in die deutsche Sprache übersetzt, könnte mithelfen, den Anliegen des Puschlavs mehr Verständnis entgegenzubringen.

Band 42

Alfred Leonz Gassmann: Was unsere Väter sangen. Volkslieder und Volksmusik vom Vierwaldstättersee, aus der Urschweiz und dem Entlebuch.
1961 | XV, 342 S.

CHF 27.-, € 15.15 | Vergriffen

Gassmann ('Das Volkslied im Luzerner Wiggertal', 1906) hat sich die Kantone um den Vierwaldstättersee erwandert und dabei eine reiche Volkslied- und Volksmusikernte eingebracht. Seine Text- und Melodienotierungen erstreben über die Materialaufbereitung hinaus eine pflegerische Wirkung: Der Titel «Was unsere Väter sangen» bedeutet daher nicht Resignation, sondern «das rege Interesse, das die Volksmusik in weiten Kreisen wieder findet, und der Erfolg früherer Publikationen geben mir die Gewissheit, dass unsere Volkssänger die besten Stücke gerne wieder singen werden, wie es unsere Väter getan haben».

Band 40

Walter Heim: Briefe zum Himmel. Die Grabbriefe an Mutter M. Theresia Scherer in Ingenbohl. Ein Beitrag zur religiösen Volkskunde der Gegenwart.
1961 | 141 S.

CHF 19.-, € 10.65 | ISBN 978-3-908121-13-8

Die Arbeit beleuchtet eine höchst eigenartige Erscheinung der Volksfrömmigkeit: Auf dem Grab von M. Theresia Scherer (1825-1888), Mitbegründerin der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Kreuz in Ingenbohl, werden Briefe niedergelegt, in denen die Verstorbene als Fürbitterin in allen nur denkbaren Anliegen angesprochen wird. Nicht weniger als 5000 solcher Briefe aus den Jahren 1939 bis 1952 hat der Verfasser nach den verschiedensten Aspekten bearbeitet. Er hat damit tatsächlich einen Blick in sonst nicht leicht zugängliche Bezirke lebendiger Volksfrömmigkeit ermöglicht. Hier liegt der Wert der Arbeit, die mit Recht der Volkskunde zugezählt wird.

Band 39

Jacques Burdet: La danse populaire dans le pays de Vaud sous le régime bernois.
1958 | 207 p. et 12 illustrations.

CHF 21.-, € 11.80 | ISBN 978-3-908121-12-1 (Epuisé)

Ecrits d'une plume alerte, les chapitres de ce volume bien présenté décrivent successivement les occasions, les lieux, les formes de la danse, puis les musiciens (ménétriers) et les instruments qu'ils emploient. La période envisagée (1536-1798) est ponctuée par les nombreuses ordonnances prises par MM. de Berne, où l'extrême sévérité du début, liée à l'introduction de la Réforme, se tempère des le XVIIIe siècle d'un modeste libéralisme. Les registres des Consistoires, patiemment examinés par l'auteur, lui ont offert une mine de renseignements qu'il utilise avec perspicacité, évitant le piège de l'anecdote pour relever ce qui est vraiment significatif.

Band 35

Ziedonis Ligers: Ethnographie Lettone. Vol. I: Chansons des fêtes de l'année.
1954 | VIII, 622 p. avec 64 planches

Vergriffen

Ligers schrieb das Buch, das - als erster und einziger Band - die Sachkultur Lettlands behandelt, als Emigrant in Frankreich und deshalb in französischer Sprache. Er steht ganz in der Tradition baltischer Volkskundeforschung und versucht als Vertreter der jüngeren Generation neue methodische Wege zu gehen, die aus der Zersplitterung in einzelne Forschungsgebiete zu der so notwendigen Synthese und Ergänzung aller volkskundlich-kulturhistorischen Disziplinen führen werden. Der methodische Ansatz von Ligers ist deshalb so wertvoll und beachtenswert, weil er rein von der Sachkultur ausgehend den Menschen bei der Handhabung der Arbeitsgeräte betrachtet, seine Auseinandersetzung mit der Umwelt aufzeigt und die starke Gebundenheit an Brauchtum und magisch-zauberische Vorstellungen innerhalb der einzelnen Arbeitsvorrichtung hervorhebt.
Das Buch ist sehr klar in zwei grosse Abschnitte gegliedert: aneignende Wirtschaftsform (Sammelwirtschaft) und produzierende Wirtschaftsform (Ackerbau, Viehzucht).

Band 22

Arthur Rossat et Edgar Piguet: Les chansons populaires recueillies dans la Suisse romande. Vol. II. 2.: Vies et miracles de Jesus, de la Vièrge et des Saints, Complaintes et Chansons de couvent.
1931 | 222 p.

CHF 19.-, € 10.65 | ISBN 978-3-908121-06-0

Religiöse Lieder aus der französischen Schweiz.

Band 21

Arthur Rossat et Edgar Piguet: Les chansons populaires recueillies dans la Suisse romande. Vol. II.1.: Chansons des fêtes de l'année.
1930 | 162 p.

CHF 15.-, € 8.40 | ISBN 978-3-908121-05-3

Jahresbrauch-Lieder aus der französischen Schweiz.