Arnold Niederer Stiftung

www.niedererhaus.ch

Die ARNOLD-NIEDERER-STIFTUNG wurde am 6. November 1999 von Loni Niederer-Nelken zum Gedenken an ihren verstorbenen Mann errichtet.

Hauptbestandteil der Stiftung ist ein erhaltenswertes Lötschentaler Haus aus dem 16. Jahrhundert - das in ARNOLD-NIEDERER-HAUS umbenannte «Vogelhuis» in Ferden VS - welches Arnold Niederer 1953 kaufte und bis 1997 mit seiner Frau jeweils im Sommer bewohnte.

Es wird als wissenschaftliche Arbeitsstätte an Leute, die der Präsidentin oder einem Stiftungsratsmitglied persönlich bekannt sind, vermietet.

Arnold Niederer (1914-1998), von 1964 bis 1980 Professor für Volkskunde an der Universität Zürich, war 1933 als Neunzehnjähriger zum ersten Mal ins Lötschental (Wallis) gekommen und hatte im Laufe der Zeit dort seine zweite Heimat gefunden. Seit der Verheiratung 1972 des inzwischen etablierten Volkskundeprofessors mit der deutschen Volkskundlerin Loni Nelken diente das «Vogelhuis» dem Ehepaar Niederer regelmässig als Sommersitz, von dem aus verschiedene Ausstellungen im Nachbardorf Kippel und später die Einrichtung des 1982 eröffneten Lötschentaler Museums bewerkstelligt werden konnten. In Ferden wurde auch wochenlang am «Atlas der schweizerischen Volkskunde» und anderen Publikationen gearbeitet. Die freundschaftliche Verbindung zur Dorfbevölkerung fand 1991 ihren Ausdruck in der Verleihung des Ehrenbürgerrechts an Arnold und Loni Niederer-Nelken.

Arnold Niederer verstarb am 6.4.1998 in seinem 84. Altersjahr. An der Trauerfeier in Zürich, eindrücklich mitgestaltet vom Ferdener Kirchenchor, nahmen mehr als 100 Lötschentalerinnen und Lötschentaler teil, darunter der gesamte Gemeinderat von Ferden. Die vielen persönlichen Freundschaftsbeweise, auch aus dem Bereich der Volkskunde, bedeuteten in der Folge für die kinderlose Witwe eine grosse Hilfe. Was lag für sie näher, als sich bei der Gemeinde Ferden und «der Volkskunde» erkenntlich zu zeigen? Die Siebzigjährige hatte kein nennenswertes Vermögen, aber sie hatte das geliebte kleine Haus. So reifte die Idee, dieses für kulturelle Zwecke zur Verfügung zu stellen. Eine Stiftung sollte den Fortbestand auch über ihren Tod hinaus sichern und dem Andenken an Arnold Niederer dienen; zudem sollten kulturelle Projekte gefördert werden. Für die Gemeinde Ferden hofft «s'Loni» - wie sie dort genannt wird - auf interessante Besucher des Dorfes und einen Gewinn an Prestige.

Willkommen sind aber auch Sponsoren, welche die noch schmale finanzielle Basis verbreitern helfen. Allfällige Spenden auf das Konto der Raiffeisenbank Gampel, PC 19-2087-9 zugunsten der Arnold-Niederer-Stiftung, Sparkonto 15143.52 sind - da als «gemeinnützig» anerkannt - von der Steuer absetzbar und werden herzlich verdankt.

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